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The King of Rock 'n Roll

 Einen schönen guten Nachmittag!

 

Momentan versinke ich mal wieder in meiner Sehnsucht nach Elvis. Das hört sich vielleicht komisch an, aber ... dieser Mann übt eine derartige Faszination auf mich aus, dass es manchmal wirklich nicht mehr feierlich ist. Diese Sehnsucht bekomme ich immer, wenn ich mir Fotos von ihm ansehe, besonders welche, die eher rar sind. Ich hasse diese Momente, wirklich. Denn diese Momente führen mir so schmerzlich vor Augen, dass es ihn eben tatsächlich nicht mehr gibt und ich nie die Chance hatte, ihn kennenzulernen.  

 

Wobei kennenlernen viel gesagt ist, ich denke nicht, dass ich ihn – selbst, wenn ich schon früher geboren wordne wäre – kennenlernen hätte können, denn da wäre ich bestimmt nicht die Einzige gewesen, die sich das gewünscht hätte. Aber zumindest ein Konzert von ihm besuchen, ich hätte vieles dafür gegeben, ganz ehrlich.

 

Elvis Presley war ein so vielseitiger Mensch, ich versteh einfach nicht, wie man ihn nur auf seine letzten Jahre reduzieren kann. Elvis Presley war und ist viel mehr als ein fetter, Drogensüchtiger und lallender Künstler, der seinen Text nicht mehr weiß. Wer sich mehr mit Elvis beschäftigt als nur irgendwelche Klatsch-Beiträge über ihn zu lesen, wird auch relativ schnell merken, was tatsächlich hinter diesem Menschen steckt. 

 

 

Denn er war ein ganz großartiger Mensch, der sehr vielen Leuten auf der ganzen Welt unglaubliche Freude geschenkt hat und dies auch immer noch tut. Elvis Presley war gewiss ein Mensch mit vielen Fehlern. Doch sollte man ihn aufgrund diesen wirklich verurteilen? Nur, weil er Fehler gemacht hat? Welcher normale Mensch tut das denn nicht? Und es ist ja nicht so, als wäre Elvis kein Mensch gewesen. Vielleicht vergessen das manche Elvis-Kritiker oft mal, dass Elvis auch einfach nur ein Mensch war.

 

Ich versuche gar nicht, Ausreden für das Verhalten zu finden, das er manchmal an den Tag legte. Doch genauso, wie man seine negativen Seiten beleuchtet, sollte man auch seine positiven Seiten beleuchten, denn davon hatte er wirklich genug. Allein die Tatsache, dass es ihm viel mehr Freude bereitete, zu Geben als zu Nehmen – ich liebe diese Eigenschaft an ihm.

 

Er freute sich immer so sehr, wenn er jemandem etwas schenken konnte, das ihm wirklich Freude bereitete. Natürlich lebte Elvis wie ein König, denn er wusste ja, welchen Status er in den Staaten – und nicht nur dort – inne hatte. Doch trotzdem wurde er nie hochnäsig, er wusste immer, welche Werte tatsächlich zählen – immerhin wurde ihm eine gute Erziehung durch seine Mutter mit auf den Weg gegeben.

 

Leute, die älter waren als er sprach er stets mit „Sir“ oder „Madame“ an, was für damalige Zeiten wirklich nicht selbstverständlich war. Elvis war immer ein sehr höflicher Mensch gewesen und kaum jemand konnte sich seinem Charme entziehen. Ich weiß das natürlich nicht aus persönlichen Erfahrungen, aber allein der Charme und das Charisma, das Elvis auf Fotos ausstrahlt, spricht für mich Bände. Er war bestimmt ein schwieriger Mensch, aber er hatte auch schwierige Lebensumstände.

 

So wurde ihm zum Beispiel die Person, die er sein Leben lang am Meisten liebte, viel zu früh genommen. Den Verlust seiner Mutter konnte er nie wirklich verarbeiten. Sie war diejenige, die Elvis in Zaum gehalten hat, Gladys war diejenige, die Elvis gesagt hat, wo der richtige Weg liegt. Als sie gestorben ist, konnte ihm niemand mehr irgendwelche Grenzen setzen, Elvis ließ sich von niemandem mehr etwas sagen. Seine Mutter war immer die Einzige gewesen, auf die er hörte.

 

Elvis Presleys’ Stimme war ein Geschenk Gottes. Er konnte mit so viel Leidenschaft und Inbrunst singen, wie es niemand sonst konnte – weder vor ihm, noch nach ihm. Er konnte sich eine Melodie innerhalb weniger Minuten merken und diese dann nachspielen, könnt ihr euch das vorstellen? Er spielte Gitarre und Klavier, das wissen die Wenigsten. Beides hat er sich selber beigebracht, da seine Eltern sich keinen Unterricht leisten konnten. Er war Musiker mit Fleisch und Blut. Das soll nun keine Lobeshymne auf Elvis werden. Nun ja, vielleicht schon ein bisschen, aber wie gesagt weiß ich, dass er auch seine Fehler hatte, doch er schafft es einfach immer wieder, mich aufzumuntern, wenn es mir schlecht geht, allein durch seine Sprechstimme.

 

Er strahlt einfach solch eine Herzlichkeit aus, dass man denkt, man wäre einer seiner besten Freunde. Umso trauriger ist es meiner Meinung nach, dass er (zumindest seit dem Zeitpunkt, als seine Mutter gestorben ist) ein sehr einsamer Mensch war, obwohl er tausende von Leuten um sich hatte. Doch den Verlust, den er erlitten hatte, konnte niemand ersetzen.  Es gibt natürlich Sachen an Elvis, die man hinterfragen kann. Oder sogar sollte. Natürlich hat er Medikamente genommen und sogar schon relativ früh damit angefangen, er war schon immer Schlafwandler und konnte ohne Schlaftabletten nicht einschlafen. 

 

Er hatte große Angst vor dem Schlafwandeln, wusstet ihr das? Elvis wollte nie negativer Kritik ausgesetzt sein, auch in der Zeitung las er stets nur positive Kritik, alles andere ignorierte er. Das hat ihm wahrscheinlich den Hals gebrochen oder zumindest war es ein bestärkender Faktor, denn wenn man stets nur positives über sich liest und das mit Absicht, weiß man ja nicht, was man verbessern oder gar verändern sollte. 

 

Er machte sich außerdem sehr viele Gedanken, er war kein oberflächlicher Kerl, der ausschließlich seinen Status genoss – natürlich tat er das auch und das absolut nicht in Maßen, aber er machte sich auch viele Gedanken über dies und jenes. Elvis war sehr religiös, wusstet ihr das? Er hielt sehr viel auf Gott und die Bibel, er las zu seinen Lebzeiten Bücher wie z.B Siddhartha von Hermann Hesse. Ich glaube, es war auch seine religiöse Erziehung, die ihn die wichtigen Werte nie vergessen ließ. Als er noch jünger war, ging er mit seiner Familie jeden Tag zum Gottesdienst, seine Mutter ging sogar mehrmals täglich in die Kirche.

 

Elvis’ Werdegang war auf jeden Fall ziemlich dramatisch. Leider. Niemand kann genau sagen, weshalb er sich so gehen ließ, ich denke, dass sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Seine Exfrau Priscilla muss man zu diesen Faktoren bestimmt dazuzählen – versteht das nicht falsch, ich mag Priscilla sehr gerne und verurteile sie nicht, weil sie Elvis verlassen hat. Ganz im Gegenteil, ich finde es wirklich stark von ihr, dass sie ihn verlassen hat, denn meiner Meinung nach zeugt das davon, dass sie Elvis wirklich geliebt hat und sie nicht nur auf seinen Status und sein Geld aus war – denn dann wäre sie geblieben, ganz egal, was passiert war.

 

Wie dem auch sei, jedenfalls bin ich der Meinung, dass das ein großer Verlust für Elvis war, über den er nie richtig hinweggekommen ist, auch wenn er nach Priscilla natürlich Freundinnen hatte, sogar welche, die ihn über Jahre hinweg begleitet haben, wie Linda Thompson und Ginger Alden. Doch keine davon war wie Priscilla, keine davon hatte den „Mutterinstinkt“, den Priscilla hatte. Abgesehen davon war Elvis zu dieser Zeit (75, 76, 77) sehr viel einsamer als ohnehin schon, zumindest denke ich das. Er rutschte immer mehr in die Medikamentensucht hinein und irgendwann hielt sein Körper das natürlich nicht mehr aus. 

 

Elvis war ein Mensch mit so vielen Facetten, positiv als auch negativ. Ich komme aber trotzdem nicht drumherum, zu sagen, dass Elvis Presley ein großartiger Mensch war, der vielen Leuten sehr viel geschenkt hat – und damit meine ich nichts Materielles, sondern einfach Freude, Glückseligkeit, Begeisterung und Fröhlichkeit. Es gibt viel über Elvis Presley zu sagen und ich hoffe, ich konnte euch nun doch ein bisschen vermitteln, was die Faszination an diesem Menschen ausmacht.

 

In diesem Sinne,

The king has left the building…  doch in Erinnerung wird er immer bleiben. (Alle Bilder sind von der Google Bildersuche!)

 

 

 

4.8.10 16:49
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Denise / Website (6.8.10 14:01)
oh ich liebe elvis <3


Elisa (15.8.10 16:03)
the only true king.

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